
Die Gründung der oberfränkischen Gemeinschaftsbewegung geht auf die zweite Hälfte des Jahres 1906 zurück. Sie ist mit dem Namen ihres Pioniers, Karl Weckerle, untrennbar verbunden.
Bruder Weckele begann seinen Dienst in Hof, doch schnell breitete sich die Gemeinschaftsbewegung wie ein Feuer, das vom Heiligen Geist entzündet war, nach allen Seiten aus. Kirchenlamitz, Niederlamitz, Marktleuthen, Weißenstadt, Schwarzenbach / Saale, Oberkotzau, Rehau, Schönwald waren nur einige Stationen.
Die erste Gemeinschaftsversammlung in unserem Bezirk war 1907. Von hier aus lief das Feuer weiter nach Brand, Wunsiedel und schließlich nach Marktredwitz. In Wunsiedel bestanden bereits Ansätze von früher her. Die Bewegung ging dann über die Grenzen hinweg nach Eger und von dort in den Süden des heutigen Bezirks nach Erbendorf, Thumsenreuth, Weiden.
Ein genaues Datum für den Beginn der Gemeinschaft in Marktredwitz lässt sich nicht mehr nachvollziehen, aber im Laufe der Zeit wechselten die Versammlungsorte. Zuerst in Wohnungen, später bei einem Friseur, dann in einem schuppenartigen Hinterhaus. Erst Mitte der 60er Jahre konnte dank einer großzügigen Geldspende eine stillgelegte Schlosserei samt nebenliegender Wohnung erworben werden.
Seit dieser Zeit finden regelmäßig Gemeinschaftsstunden, Bibelkreise und andere Versammlungen in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Reiserbergstraße in Marktredwitz statt.
(Auszüge aus der Chronik von Albin Schrepfer 1987)
"Die Landeskirchlichen Gemeinschaften sind aus dem Gesamtbild unserer Kirche nicht mehr wegzudenken, und wenn sie nicht schon bestehen würden, dann müsste man sie gründen."
(ehemaliger Landesbischof Dr. Hermann Dietzfelbinger bei der Landeskonferenz in der Nürnberger Messehalle) |